Michael Duszat: Deep Reading - die Kunst des achtsamen Lesens

Beim Deep Reading geht es darum, das Lesen von Literatur auf neue Art zu lernen und zu praktizieren. Mit Achtsamkeit gegenüber sprachlichen Eigen- und Feinheiten geht es in die Tiefe statt in die Breite: Man liest genau statt viel und gemeinsam statt alleine. Je komplizierter ein Text am Anfang erscheint, desto mehr lässt sich durch langsames Lesen und den Austausch von Beobachtungen erkennen. Die Vorteile dieser Methode für das eigene Schreiben sind:

  • Autor*innen bekommen literarische Mittel und neue Ausdrucksmöglichkeiten nicht theoretisch vermittelt, sondern erarbeiten sie gemeinsam und direkt am Text. Zum Beispiel wird durch Deep Reading deutlich, warum genau schon ein erster Satz witzig, unheimlich oder auch nichtssagend wirkt.
  • Autor*innen schärfen in der kritischen Auseinandersetzung mit anerkannten Vorbildern den eigenen Stil. Deep Reading macht sichtbar und mitteilbar, warum wir den einen Text faszinierend finden und einen anderen überhaupt nicht mögen.
  • Autor*innen können Erfahrungen von Inspiration bewusst und gezielt in eigenes Schreiben umsetzen. Auf jede Lektüre folgen Übungen zur Anwendung, die direkt mit dem vorher Gelesenen zu tun haben, das Verständnis vertiefen und das eigene Repertoire erweitern.
  • Autor*innen lernen Imitation und Variation als Trainingsformen kennen, mit denen sie auch nach dem Workshop selbstständig neue Schreibweisen erschließen können.
  • Autor*innen üben kritisches Lesen und trainieren selbstbewusste (Selbst-)Lektüre.

Ein wichtiger Teil des Workshops ist das Deep Reading eigener Texte, das nach dem gleichen Muster abläuft und ein gegenseitiges, konkretes Lektorieren ermöglicht, das über Werturteile hinausgeht.

Beginn: Mittwoch 3. Februar 2021
Ende: Mittwoch 24. März 2021
Zeit: Jeden Mittwoch 19-21 Uhr
Kosten: 325 Euro

Verpasste Termine können nach Rücksprache mit allen Teilnehmern später als Aufzeichnung nachgearbeitet werden.

Seminarleitung

Michael Duszat hat schon immer langsam gelesen und während des Studiums der englischen und deutschen Literatur daraus eine Tugend gemacht. Er promovierte in Amerikanistik, und seitdem veröffentlicht er Essays, Rezensionen, Gedichte und Erzählungen und erforscht in Schreib- und Leseworkshops die Grenzen zur Überinterpretation. Nebenbei arbeitet er als freier Lektor, Übersetzer und Deutschlehrer.

Informationen

  • Termin: 03.02.2021 – 24.03.2021
  • Kosten: 325 Euro
  • Kursnummer: ON-2021-05
  • Maximale Teilnehmerzahl: 12
  • Anmeldeschluss: 03.02.2021

Anmeldung

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