Aufgrund der aktuellen Entwicklungen (verzögerter Impfstart, neue Corona-Mutationen) wird die Autorentagung narrativa 5 wie im letzten Jahr als Online-Tagung stattfinden. Genießen Sie anspruchsvolle Vorträge zu Hause, pitchen Sie Ihr Projekt vor einem Agenten/einer Agentin, vertiefen Sie bestimmte Themen in Workshops und lernen Sie andere Schreibende mit ähnlichen Interessen oder aus Ihrer Region in kleinen Zoom-Meetings kennen.

Parallel zu den Vorträgen und Workshops wird es wieder einen Chat geben, in dem Fragen gestellt oder Probleme gelöst werden können und der der gegenseitigen Vernetzung dient. Die Vorträge werden aufgezeichnet und für alle Teilnehmer*innen noch einige Zeit lang zur Verfügung stehen, sodass Sie nicht zwingend die ganze Zeit vor dem Bildschirm verbringen müssen. Wir freuen uns, Sie auch in diesem Jahr virtuell begrüßen zu dürfen und hoffen auf spannende neue Erkenntnisse und Kontakte.

Das Programm der narrativa 5

Freitag 04.06.2021
12.45 Uhr

Judith Heitkamp

Eröffnung der Tagung durch die Moderatorin

Judith Heitkamp ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule, studierte an der Universität München Journalistik und in Genf Europäische Kulturstudien. Nach Stationen in den Kulturprogrammen von WDR und MDR und einem Abstecher ins WDR-Hauptstadtstudio ist sie seit 2006 Literaturredakteurin beim Bayerischen Rundfunk.

13.00-14.00 Uhr

Ulla Lenze

Von den Fakten zur Fiktion. Das Erzählen historischer Stoffe

Die Arbeit am zeitgeschichtlichen Roman stellt eine besondere Herausforderung dar, aber auch eine aufregende Erweiterung des Eigenen, insbesondere wenn wir ein historisch unbekanntes Kapitel erzählen - ob familienbiografisch motiviert oder durch ein zufälliges Fundstück. Zugleich müssen wir früh für uns selbst klären, in welchem Verhältnis der Mehrwert „Geschichtsvermittlung“ zum künstlerischen Prozess stehen soll: Wie wende ich literarische Mittel der Verdichtung und Fiktionalisierung an – welchen Spielraum habe ich? Anders als im Kontext fließender, nicht abgeschlossener Gegenwart (deren Experten wir alle auf unsere Weise sind) gilt es, uns den Stoff mittels Archiven, Quellen, Zeitzeugen zu erarbeiten, um nicht am Forschungsstand vorbeizuschreiben. Und je mehr wir wissen, desto freier sind wir. Wie eignen wir uns einen fremden Stoff literarisch an, ohne ihn zu vereinnahmen? Zur Veranschaulichung dienen u.a. literarische Beispiele der letzten Jahre, aber auch Ulla Lenzes jüngster Roman „Der Empfänger.“

13.00-16.00 Uhr

Workshops

Wählen Sie Ihren Wunschworkshop aus

Grundsätzlich ist die Teilnahme an einem Workshop vorgesehen. Sollten noch Plätze frei sein, kann kurzfristig noch ein zweiter Workshop belegt werden.

Workshop 1 (Ausgebucht)
Sebastian Richter (Lektor und Agent Verlag der Autoren): Erzählstimme und Perspektive
Die Möglichkeiten der Prosa, eine Erzählstimme, einen Ton und eine Perspektive zu gestalten sind nahezu unendlich. Was ist es aber, was einen guten "Ton" ausmacht, warum vertrauen wir manchen Erzählern sofort, anderen nicht? Wie lenkt man die Stimme eine Textes? Anhand zuvor eingereichter Seiten überprüfen Sie in diesem Workshop mit dem Lektor und Literaturagenten Sebastian Richter die Perspektive und Erzählstimme Ihres Textes.

Workshop 2 (Ausgebucht)
Caroline Grafe (Lektorin, Beraterin): Das Exposé (Ausgebucht)
Das Exposé ist eine Gratwanderung zwischen einem Werbetext des Autors in eigener Sache und einer möglichst genauen Einordnung und Genrebezeichnung. Wie viel vom Plot soll man verraten? Wie genau soll die Darstellung der Handlung sein? Wie findet man einen neugierig machenden Romantitel? Wie stellt man Alleinstellungsmerkmale des Romans heraus? Soll man literarische Vorbilder, Inspirationsquellen benennen? Nach einer Einführung in das Thema besprechen wir o.g. Fragen anhand zuvor eingereichter Projekte.

Workshop 3 (Ausgebucht)
Martin Hielscher (Lektor): Die erste Seite
Mit dem Lektor Martin Hielscher schauen wir uns exemplarisch die ersten Seiten der vorliegenden Texte an. Was sie verraten (oder nicht), wie sie gearbeitet sind, ob man weiterlesen würde oder nicht. Die erste Seite hat für einen Roman eine große Bedeutung: Sie verführt nicht nur zum Weiterlesen, sondern schlägt auch eine Tonlage an, hüllt in eine Atmosphäre ein, ist überraschend oder verstörend. In jedem Fall ist sie wichtig, denn sie entscheidet über Lesen oder Nichtlesen. Erfahrene Lektor*innen oder Agent*innen werden anhand der ersten Seite schon viel über die Fertigkeiten der Autor*innen erfahren.

Workshop 4 (Ausgebucht)
Nils Mohl (Autor):
Stoffentwicklung mit dem Story-Kreisel
Schreibst du gerne drauflos? Oder bist du eher der Reißbrett- und Post-it-Typ? Orientierst du dich an gängigen Genre-Regeln oder an Ereignissen aus deiner eigenen Biographie? Es gibt diverse Methoden, um ins Erzählen zu kommen. Aber wie bekommt man den Stoff so in den Griff, dass dann auch wirklich eine Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende daraus wird? Der Story-Kreisel ist ein verblüffend einfaches und praktisches Werkzeug für die Stoffentwicklung. Ob Kurzgeschichte, Roman, Memoire, Theaterstück oder Drehbuch – die dramaturgischen Prinzipien sind immer dieselben. Denn im Grunde gibt es nur drei fundamentale Story-Typen. Auch darüber sprechen wir. Fass deine Idee einfach in einem einzigen Satz zusammen und lass uns im Workshop zusammen herausfinden, welche Möglichkeiten in deinem Stoff stecken.

Workshop 5 (Ausgebucht)
Volker Jarck (Autor und Lektor): Gegenschuss und Parallelmontage - Starke Szenen im Roman
Das Bingen ist längst Kulturtechnik, manches Serien-Event ein episches und eskapistisches Erlebnis. Wer weitverzweigte Geschichten liebt, kann in »Mad Men«, »Fargo«, »This is us« eintauchen wie in einen dicken Familien- oder Gesellschaftsroman.
Die Literatur kann einerseits mit keinem Filmbudget mithalten und andererseits immer schon viel mehr erzählen.
Dieser Workshop lädt ergebnisoffen zum Perspektivwechsel und Techniktraining ein; nicht filmhistorisch oder medientheoretisch, sondern praxisnah wollen wir versuchen, das Prosaschreiben zur Abwechslung durch eine andere Brille zu betrachten: Wie ›inszeniere‹ ich Dialoge? Wozu ein E-Shot am Kapitelanfang, wie zoome ich in meine Geschichte hinein? Sind Flash Forwards dramaturgisch sinnvoll, und welche Requisiten braucht eine Figur? Anhand von Übungsbeispielen und Projekten der Teilnehmer erproben wir Werkzeuge aus Drehbuch und Serie auf ihre Tauglichkeit für erzählende Texte. Bitte reichen Sie für den Workshop einen Auszug aus einem Roman oder einer Erzählung von maximal 3 Seiten ein.

Workshop 6 (Ausgebucht)
Oliver Uschmann (Autor): Das Skript des Lebens. Transaktionsanalyse für die Figurengestaltung.
Die von Eric Berne entwickelte Transaktionsanalyse beschäftigt sich mit den Ich-Zuständen des Menschen und gibt Auskunft über die vielen Möglichkeiten, wie ein einzelner Dialog oder eine längere Beziehung zwischen Menschen sich ausformen kann: im echten Leben wie in der Fiktion. Das Konzept der Spiele, die Erwachsene miteinander betreiben, bietet ein Füllhorn an Optionen für Drama oder Komödie. Ehespiele, Sexspiele, Partyspiele, Familienspiele. Rollen, in die man sich immer wieder hineinbegibt. Selbstsabotagen. Konflikte, die für beide Seiten schlecht enden und nach denen dennoch alle Akteure seltsam süchtig sind, denn ihr Spielgewinn liegt darin, das Drehbuch des eigenen Lebens, das sogenannte Skript, immer wieder bestätigt zu bekommen. Das Seminar stellt sämtliche entscheidenden Begriffe und Mechanismen der Transaktionsanalyse vor und macht sie in zahlreichen Übungen für die Figurengestaltung fruchtbar. Einzureichen sind maximal drei Seiten Text, in denen es möglichst um Figurenpsychologie geht.

14.15-14.45 Uhr

Breakout-Room 1

Gespräche in kleiner Runde

Der Breakout-Room ist der "Stehtisch" einer Online-Tagung. Lernen Sie in kleinen, zufällig zusammengestellten Gruppen andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen, tauschen Sie sich kurz aus, über Ihr Schreiben, die anderen Workshops oder die Vorträge.

Themenvorschlag: Woran arbeite ich gerade und auf welche Fragen und Probleme stoße ich dabei?

15.00-16.00 Uhr

Lara Hampe

Von der Hand zur Schrift

Schreiben geht immer mit seinen materiellen Möglichkeiten einher. Wir werden den Blick zunächst für das scheinbar Simpelste schärfen: welches Schreibwerkzeug – welchen Stift, welches Papier, welches Schreibprogramm – wähle ich eigentlich und warum? Was möchte ich schreibend eher schnell und was langsam produzieren? Was möchte ich lieber handschriftlich und was auf einer Tastatur verfassen? Dafür wird es auch interessant sein, zu den Anfängen des Schreibens und der Genese von Schrift zurückzuschauen. Daran schließt sich die Frage nach der Sinnlichkeit des Schreibens an. Äußert sich die materielle Sinnlichkeit des Schreibvorgangs auch in einer Sinnlichkeit der Form? Schon 1966 forderte Susan Sontag in „Against Interpretation“: Wir brauchen ein neues sinnliches Erleben von Kunst. Was heute häufig neben Plot- und Inhaltsfragen hintenan steht, findet im Vortrag neu Anwendung: das Schaffen von sprachlicher Sinnlichkeit. Wie erzeuge ich „Haptik“ und Plastizität im Text? Wie mache ich eine Stimmung im Text greifbar?

16.15-16.46 Uhr

Breakout-Room 2

Gespräche in kleiner Runde

Der Breakout-Room ist der "Stehtisch" einer Online-Tagung. Lernen Sie in kleinen, zufällig zusammengestellten Gruppen andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen, tauschen Sie sich kurz aus, über Ihr Schreiben, die anderen Workshops oder die Vorträge.

Themenvorschlag: Was sind meine wichtigsten Prinzipien beim Schreiben?

17.00-18.00 Uhr

Michael Duszat

Deep Reading. Die Kunst des achtsamen Lesens

Beim Deep Reading geht es darum, das Lesen von Literatur auf neue Art zu lernen und zu praktizieren. Mit Achtsamkeit gegenüber sprachlichen Eigen- und Feinheiten geht es in die Tiefe statt in die Breite: Man liest genau statt viel und gemeinsam statt alleine. Je komplizierter ein Text am Anfang erscheint, desto mehr lässt sich durch langsames Lesen und den Austausch von Beobachtungen erkennen. Zum Beispiel wird durch Deep Reading deutlich, warum genau schon ein erster Satz witzig, unheimlich oder auch nichtssagend wirkt. Deep Reading macht sichtbar und mitteilbar, warum wir den einen Text faszinierend finden und einen anderen überhaupt nicht mögen. Autor*innen üben kritisches Lesen und trainieren selbstbewusste (Selbst-)Lektüre. Dr. Michael Duszat stellt diese neue Methode des Lesens in einem Vortrag vor.

17.00-20.00 Uhr

Workshops

Wählen Sie Ihren Wunschworkshop aus

Workshop 7
Lara Hampe (Autorin, Uni-Dozentin): Love your Darlings
Für den Workshop sollen die Teilnehmer*innen kleine verstreute Notizen, Satzfragmente oder einzelne Ideen für einen Text mitbringen, „darlings“, die bisher aber nirgendwo Verwendung gefunden haben oder aus eigenen Texten herausgefallen sind. Vielleicht stehen sie aber auch nur einsam und unangetastet in einem vergrabenen Notizheft. Wir zeigen uns entgegen der Schreibregel „Kill your darlings“ solidarisch mit diesem verschütteten Material, sprechen über dessen Potenzial im Sinne einer sprachlichen Sinnlichkeit und werden daraus jeweils kleine Texte/Konzepte/Anfänge von etwas Neuem produzieren.

Workshop 8 (Ausgebucht)
Ulla Lenze (Autorin): Lebendige Dialoge schreiben
Im Dialog erfahren und erleben wir die Figuren, sie werden lebendig. Wir hören sie reden, mit Dialekt, Slang, Akzent oder ihren Eigenheiten. Wir erspüren ihre Intention und ihre Stimmung. Dialog ist also viel mehr als reiner Informationsaustausch zwischen Figuren, er ist Teil der Handlung. Ob und wie lebendige Dialoge funktionieren, schauen wir uns in diesem Workshop exemplarisch anhand einiger Texte der Teilnehmer*innen an.

Workshop 9 (Ausgebucht)
Beate Schäfer (Lektorin, Übersetzerin): Don't forget to play - Werkstatt der Sprachspiele
Hirnen, grübeln, knobeln. Arbeiten, ernsthaft und intensiv. Das gehört für Schreibende ganz klar dazu und bestimmt oft den Alltag. Doch ohne Spielfreude und Experimentierlust bleibt die Kopf- und Spracharbeit schal. In diesem Workshop geht es um den Gegenakzent: das Sprachhirn durchrütteln, gemeinsam Unfug treiben, Verbissenheiten abschütteln und Neues ausprobieren. Immer wieder lässt sich eine andere Perspektive auf den eigenen Stoff gewinnen, der hier zum Ausgangspunkt für Experimente wird. Kurze Übungen – teils in der Runde, teils allein oder zu zweit – regen dazu an, Grenzen abzuschütteln und im Umgang mit Sprache und Texten dem Spielerisch-Leichten, Erfinderischen mehr Atemraum zu geben.

Workshop 10
Marcus Welke (Filmproduzent): Crashkurs Stoffentwicklung
Wie entwickelt und findet ein Filmproduzent Stoffe? Welche Parameter legt er an einen guten Filmstoff/eine gute Geschichte an? Das Pitchen von Stoffen ist im Filmbereich viel geläufiger als in der Prosa. Arbeiten Sie mit Marcus Welke an Ihren Loglines und Pitches, wo liegen Knackpunkte, Stärken/Schwächen – profitieren Sie vom geschulten Blick eines erfahrenen Producers und Geschichtenentwicklers.

Workshop 11 (Ausgebucht)
Larissa Boehning (Autorin, Uni-Dozentin): Das Geheimnis guter Geschichten. Stoffentwicklung von innen nach außen
Was ist das Geheimnis einer guten Geschichte? Sie zieht uns in ein Thema oder eine Welt hinein, hält uns in Spannung, so dass wir immer weiter lesen wollen, wir identifizieren uns mit den Charakteren, sind aufgewühlt, beschäftigt, erfüllt von dem, was wir gelesen haben, wenn wir das Buch zuklappen. Es gibt immer wieder Geschichten, die uns den Atem nehmen, so gut sind sie. Warum berühren uns solche Geschichten, warum nehmen sie uns gefangen? Und vor allem: Wie entstehen sie? Kern einer Dramaturgie ist das Dilemma im Herzen einer Figur, Motor und Konfliktbringer jeder Geschichte. Dem gehen wir anhand von Figuren der Teilnehmer*innen in diesem Workshop nach.

Workshop 12 (Ausgebucht)
Thomas Podhostnik (Autor): Kurz- und Kürzesttexte
In diesem Kurs gehen wir kürzeren Erzählformen nach. Texte für Literaturzeitschriften, Anthologien und Literaturwettbewerbe folgen eigenen Regeln, die sich von denen eines Romans unterscheiden. Eine gelungene Kurzgeschichte bietet eine gute Möglichkeit, um literarisch auf sich aufmerksam zu machen. In einem Wechsel aus Theorie und Textbesprechungen nähern wir uns unterschiedlichen Schreibansätzen und reflektieren dramaturgische Regeln und Kniffe. Einzureichen ist ein Kurz- oder Kürzesttext bzw. ein Auszug von maximal 3 Seiten.

18.15-18.45 Uhr

Breakout-Room 3

Gespräche in kleiner Runde

Der Breakout-Room ist der "Stehtisch" einer Online-Tagung. Lernen Sie in kleinen, zufällig zusammengestellten Gruppen andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen, tauschen Sie sich kurz aus, über Ihr Schreiben, die anderen Workshops oder die Vorträge.

Themenvorschlag: Wie organisiere ich mein Schreiben im Alltag?

19.00-20.00 Uhr

Carla Grosch

Themen, Trends, Perspektiven in der Unterhaltungsliteratur

Die Unterhaltungsliteratur ist beständig im Wandel; manche Genres verändern sich, andere verschwinden oder es tauchen neue auf. Carla Grosch, die beim S. Fischer Verlag verantwortlich ist für "Eigenentwicklung und trendbasierte Akquise", zeigt in diesem Vortrag aktuelle Entwicklungen in der Unterhaltungsliteratur auf.

Samstag 05.06.2021
10.00-11.00 Uhr

Alicia Remirez

Frauenbilder im Wandel am Beispiel von Serien und Literaturverfilmungen

Jedes Jahr werden für die TV-Industrie Serien konzipiert, die vorrangig ein weibliches Publikum ansprechen sollen. Sogenannte „Frauen-Serien“. Mitunter fußen sie auf Romanen, die nicht unbedingt Bestseller gewesen sein müssen. In kaum einem Feld kann man den Wandel der Gesellschaft derart genau betrachten wie in Serien für ein weibliches Publikum. Die Themen haben sich mit den Debatten um gendernormatives Verhalten im Laufe der Zeit verändert, ebenso wie die Charaktereigenschaften der weiblichen Protagonistinnen. Trotzdem gleichen sich Serien für ein Frauenpublikum nach wie vor in vielen Bereichen.
Was definiert eine Serie, die hauptsächlich für Frauen entwickelt wird? Wie hat sich das Bild der Frau in diesen Serien gewandelt? Welcher Art sollte die literarische Vorlage sein, um als Grundlage für eine Serie zu dienen und kann man das überhaupt genau definieren? Wir betrachten das Rollenverständnis der weiblichen Hauptfiguren in ausgewählten Serien und machen einen Exkurs in die Serien-Welten von Shonda Rhimes, deren Netflix-Erfolg „Bridgeton“, nach der Romanreihe von Julia Quinn, wie ein Rückschritt anmutet.

10.00-13.00 Uhr

Pitching-Sessions

Pitchen Sie Ihr Prosaprojekt vor einem Agenten/einer Agentin

Pitchen Sie Ihren Text vor einem Literaturagenten/einer Literaturagentin und erhalten Sie ein kurzes, fundiertes Feedback. Die Pitches sollten maximal drei bis fünf Minuten lang sein. Es besteht auch die Möglichkeit, nur zuzuhören und nicht selbst zu pitchen.

Folgende Agenten/Agentinnen leiten jeweils eine Session:

Session 1 (Ausgebucht)
Gudrun Hebel, Agentur Gudrun Hebel
Unterhaltende Belletristik, Sachbuch

Session 2
Dr. Sebastian Richter, Agentur Verlag der Autoren, Frankfurt
Literarische Belletristik, Kinder- und Jugendbuch

Session 4 (Ausgebucht)
Dr. Dorothee Schmidt, Hille & Schmidt, Berlin
Literarische und unterhaltende Belletristik

Session 5
Oliver Brauer, Agentur Brauer, München
Literarische Belletristik

Session 6 (Ausgebucht)
Kristina Langenbuch, Gesa Weiß, Agentur Langenbuch & Weiß, Hamburg/Berlin
Unterhaltende und literarische Belletristik, Jugendbuch

11.00-12.00 Uhr

Marcus Welke

Charakter- und Stoffentwicklung für Drehbuch und Film

Im Filmbereich werden Stoffe am laufenden Band produziert, es herrscht ein größerer Pragmatismus als beim „einsamen“ Romanschreiben, da hier ein größeres Team an überwiegend mainstreamtauglichen Stoffen arbeitet. Wie entwickeln Regisseure und Produzenten Stoffe? Welche Tools oder Dramaturgiemodelle nutzen sie und wo stoßen diese an ihre Grenzen? Marcus Welke gibt uns Einblicke in die Arbeit und Vorgehensweise eines erfolgreichen Script Consultant und Filmproduzenten, die Inspiration sein können für die Stofffindung und -entwicklung im Prosabereich.

12.15-12.45 Uhr

Breakout-Room 4

Gespräche in kleiner Runde

Der Breakout-Room ist der "Stehtisch" einer Online-Tagung. Lernen Sie in kleinen, zufällig zusammengestellten Gruppen andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen, tauschen Sie sich kurz aus, über Ihr Schreiben, die anderen Workshops oder die Vorträge.

Themenvorschlag: Wie hat sich mein Schreiben in letzter Zeit verändert?

13.00-14.00 Uhr

Marion Voigt

Frag die Lektorin

In unserer VfLL-Lektoratssprechstunde steht die freie Lektorin Marion Voigt via Chat für Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung. Marion Voigt arbeitet für viele große Publikumsverlage und ist Mitglied im Verband der freien Lektorinnen und Lektoren.
www.vfll.de
www.folio-lektorat.de

14.00-17.00 Uhr

Pitching Sessions

Pitchen Sie Ihr Prosaprojekt vor einem Agenten/einer Agentin

Pitchen Sie Ihren Text vor einem Literaturagenten/einer Literaturagentin und erhalten Sie ein kurzes, fundiertes Feedback. Die Pitches sollten maximal drei bis fünf Minuten lang sein. Es besteht auch die Möglichkeit, nur zuzuhören und nicht selbst zu pitchen.

Folgende Agenten/Agentinnen leiten jeweils eine Session:

Session 7
Dr. Martin Brinkmann, Agentur Brinkmann, München
Unterhaltung, Sachbuch und literarische Belletristik

Session 8
Ulrike Schuldes, Agentur Oliver Brauer, München
Kinder- und Jugendbuch sowie unterhaltende Literatur

Session 9 (Ausgebucht)
Katrin Kroll, Agentur Petra Eggers, Berlin
Literarische Belletristik, Spannung

Session 10
Julia Dösch, Literarische Agentur Kossack
Literarische und unterhaltende Belletristik

Session 11 (Ausgebucht)
Hanne Reinhardt, Agentur Petra Eggers, Berlin
Literarische Belletristik

14.15-14.45 Uhr

Breakout-Room 5

Gespräche in kleiner Runde

Der Breakout-Room ist der "Stehtisch" einer Online-Tagung. Lernen Sie in kleinen, zufällig zusammengestellten Gruppen andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen, tauschen Sie sich kurz aus, über Ihr Schreiben, die anderen Workshops oder die Vorträge.

Themenvorschlag: Was will ich durch das Schreiben erreichen?

15.00-16.00 Uhr

Prof. Dr. Christian Schärf

Der Auftrag des Romans

Noch immer scheint es die Erwartung zu geben, der Roman möge das Zeitbewusstsein repräsentieren und einen Beitrag zur kritischen Durchdringung der Gegenwart leisten. Aber gibt es so etwas wie ein Zeitbewusstsein jetzt überhaupt? Oder stehen wir vor einer Unzahl von Bewusstseinssplittern, die sich nicht mehr zu einem Bild zusammenfügen lassen? Hat der Roman heute noch einen Auftrag, der über die Dienstleistung Unterhaltung hinausgeht? Drei Phänomene aus der Gegenwartsliteratur sollen dazu näher betrachtet werden: Die Großstadt als Erzählobjekt (Garth Risk Halberg: City of Fire , 2016); das Lebensgefühl einer Generation (Leif Randt: Allegro Pastell, 2020) und die Frage nach dem Individuum und seiner Geschichte (Eva Menasse: Quasikristalle, 2013).  Schließlich stellt sich noch die Frage, wie der Roman auf eine Weltlage reagiert, wie sie der Klimawandel, die Digitalisierung oder die gegenwärtig herrschende Pandemie repräsentieren.

16.00-17.00 Uhr

autoren@narrativa

Lesung der drei Gewinner*innen und Begründung der Jury

Mit unserem Format autoren@narrativa geben wir drei Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, ihren Text dem Publikum der narrativa vorzustellen.

Wenn Sie an der narrativa teilnehmen, können Sie sich gern mit einem Text für die Lesung autoren@narrativa bewerben. Die Jury wählt drei Autorinnen und Autoren aus, die Ihre Texte am Abend dem Publikum der narrativa präsentieren dürfen.

Die Texte sollten eine maximale Lesedauer von 15 Minuten haben, also etwa 10 Normseiten lang sein. Weitere Teilnahmevoraussetzungen gibt es nicht. Die ausgewählten Autoren und Autorinnen werden vor der Tagung auf der Homepage und der Facebookseite der Textmanufaktur vorgestellt; es besteht die Möglichkeit, in die Jahresanthologie der Textmanufaktur 2021 aufgenommen zu werden.

Ihre Bewerbung können Sie nach der Anmeldung an die Mailadresse narrativa@text-manufaktur.de schicken. Einsendeschluss ist der 2. Mai 2021. Die Bewerbungen können eine kurze Vita und ein kurzes Exposé enthalten, können aber auch anonymisiert eingereicht werden. In der Jury, die die besten drei Texte auswählt, sind Hanne Reinhardt (Agentin), Martin Hielscher (Lektor) und Ulla Lenze (Autorin).

17.30-18.30 Uhr

Deniz Ohde

Handwerk und Intuition im Schreibprozess

Deniz Ohde, die mit ihrem Debütroman „Streulicht“ vielfach Aufmerksamkeit und diverse Auszeichnungen erhalten hat, spricht über ihre Poetik, über ihr Vorgehen im Schreibprozess und schlägt dabei den Bogen zu einer Ermutigung und zu Denkanstößen für die Zuhörenden, sich einen eigenen Weg im Schreibprozess zu bahnen. Für die Autorin war es in diesem Prozess entscheidend, einen Kipppunkt zu finden, an dem sie nicht mehr versucht hat, besonders handwerklich zu sein, sondern wahrhaftig. In ihrem Vortrag geht es um das Schreiben zwischen Handwerk und Intuition sowie um die Herausforderung, das Vorwissen zu nutzen, ohne es zu einem Korsett werden zu lassen, sodass ein Freiraum entsteht für die eigene Wahrhaftigkeit.

Speaker

Deniz Ohde

Deniz Ohde, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik in Leipzig, wo sie auch lebt. 2016 war sie Finalistin des 24. open mike und des 10. poet bewegt Literaturwettbewerbs, 2017 Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses. 2019 stand sie auf der Shortlist für den Wortmeldungen-Förderpreis. Für ihren Debütroman Streulicht wurde sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2020 ausgezeichnet. Sie erhielt den aspekte-Literaturpreis und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2020.

Ulla Lenze

Ulla Lenze, geboren 1973, studierte Philosophie und Schulmusik in Köln und lebt heute in Berlin. Sie war Writer-in-Residence in Damaskus, Mumbai, Istanbul und Venedig, ihre Lesereisen führten sie u.a. nach Nordafrika, Indonesien und Australien. Zuletzt erschienen die Romane Der kleine Rest des Todes (FVA 2012), Die endlose Stadt (FVA 2015) und Der Empfänger (Klett-Cotta Verlag 2020), der auf der Spiegel-Bestsellerliste landete und in über zehn Sprachen übersetzt wurde. Ulla Lenze wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2016 und dem Niederrheinischen Literaturpreis 2020 für ihr Gesamtwerk. (Foto: Julien Menand)

Dr. Michael Duszat

Dr. Michael Duszat hat schon immer langsam gelesen und während des Studiums der englischen und deutschen Literatur daraus eine Tugend gemacht. Er promovierte in Amerikanistik, und seitdem veröffentlicht er Essays, Rezensionen, Gedichte und Erzählungen und erforscht in Schreib- und Leseworkshops die Grenzen zur Überinterpretation. Nebenbei arbeitet er als freier Lektor, Übersetzer und Deutschlehrer.

Lara Hampe

Geboren 1994 in München, studierte Literarisches Schreiben sowie Sprachkunst in Wien. Aktuell im Diplomstudium Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Finalistin Open Mike 2014. Stipendiatin Klagenfurter Literaturkurs 2015, Aufenthaltsstipendium bei der lit.RUHR 2017 und Hannsmann-Poethen-Stipendium der Stadt Stuttgart 2018. Lehrauftrag am Deutschen Literaturinstitut ab WS 2018. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.

Carla Grosch

Carla Grosch war viele Jahre Lektorin im Bereich Unterhaltungsliteratur des S. Fischer Verlags, bevor sie 2020 die Projektleitung Eigenentwicklung und trendbasierte Akquise im Verlag übernahm. In dieser Position ist sie im Rahmen der strategischen Programmentwicklung auf der Suche nach aktuellen Stoffen und Geschichten.

Alicia Remirez

Alicia Remirez wuchs in Bonn auf, verbrachte nach dem Abitur ein Jahr in New York und studierte dann Literaturwissenschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und an der Freien Universität Berlin. Zudem machte sie ihren Masterabschluss an der University of Sussex. Von 1993 bis 2007 arbeitete sie bei Sat.1, zunächst als Redakteurin und ab 2004 als stellvertretende Geschäftsführerin. Von 2007 bis 2009 war Remirez Produzentin bei Producers at Work, einem Tochterunternehmen von Sat.1, und ist seit 2010 bei Ninety-Minute Film tätig. Zum 1. September 2015 wechselte Alicia Remirez als Produzentin zu UFA Fiction, zum 1. August 2018 dann als Produzentin und Geschäftsführerin zu OLGA Film.

Marcus Welke

Marcus Welke wurde in Freiburg im Breisgau geboren und studierte zunächst Politik- und Sozialwissenschaften, bevor er an der Filmakademie Baden-Württemberg den Studiengang Produktion/Creative Producing absolvierte. Bereits während seiner Studienzeit arbeitete Welke als Lektor für diverse Produktionsfirmen und ließ sich zum Script Consultant ausbilden. Von 1999 bis 2001 war er als Head of Development bei der Trebitsch Produktion sowie als Producer bei Kinowelt sowie der Hager Moss Film tätig. 2003 gründete er gemeinsam mit Produzent Henning Ferber die Produktionsfirma Film1 mit Sitz in Berlin, deren erstes Projekt Lars Kraumes "Keine Lieder über Liebe" (2005) war.

Prof. Dr. Christian Schärf

Christan Schärf ist Professor am Institut für Literarisches Schreiben der Universität Hildesheim sowie freier Mitarbeiter im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Literarisches Schreiben, Mediengeschichte der Literatur, Essay- und Essayismusforschung, Nietzsche, Kulturgeschichte ästhetischer Produktivität, Kreativitätsforschung.

Judith Heitkamp

Judith Heitkamp ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule, studierte an der Universität München Journalistik und in Genf Europäische Kulturstudien. Nach Stationen in den Kulturprogrammen von WDR und MDR und einem Abstecher ins WDR-Hauptstadtstudio ist sie seit 2006 Literaturredakteurin beim Bayerischen Rundfunk. (Foto: Lisa Hinder, BR)

Caroline Grafe

Caroline Grafe studierte deutsche und französische Literaturwissenschaft mit Aufenthalten in Konstanz, Heidelberg, Lausanne und Lyon. Nach Stationen im kulturinstitutionellen Bereich (u.a. DLA Marbach) arbeitete sie in verschiedenen namhaften Publikumsverlagen in Deutschland und der Schweiz (u.a. Berlin Verlag, Nagel & Kimche, Unionsverlag) in den Bereichen Lektorat und Lizenzen. Zuletzt beim Verlag Klett-Cotta in Stuttgart. Nach über zehnjähriger Berufserfahrung in Festanstellung hat sie sich 2019 mit dem Lit.Quartier - Büro für Text und Literaturvermittlung selbstständig gemacht. https://litquartier.de/

Hanne Reinhardt

Hanne Reinhardt, 1980 in Marburg geboren, studierte Kulturwissenschaft, Philosophie und Soziologie in Berlin. Neben Stationen bei den Ullstein Buchverlagen, der Literarischen Welt und dem Literarischen Colloquium Berlin war sie als freie Lektorin und Ghostwriterin tätig. Von 2001-2019 arbeitete sie für die Literarische Agentur Simon, seit 2020 ist sie Agentin bei Petra Eggers.

Dorothee Schmidt

Dr. Dorothee Schmidt hat in Göttingen, Berlin und Basel Geschichte, Ethnologie und Germanistik studiert und über das deutsche Verlagswesen im 17. Jahrhundert promoviert. Nachdem sie als freie Lektorin gearbeitet hat und Lehraufträge in Basel und Berlin innehatte, ist sie seit 2014 Literaturagentin bei Hille & Schmidt.

Sebastian Richter

Dr. Sebastian Richter ist nach verschiedenen Stationen am Theater seit 2008 im Verlag der Autoren, einem der großen deutschen Bühnen- und Medienverlage als Lektor und Agent beschäftigt. Er betreut dort Drehbuchautor*innen und vermittelt seit 2011 als Literaturagent zudem Romanmanuskripte an Verlage.

Larissa Boehning

Larissa Boehning, Jahrgang 1971, unterrichtet seit über 20 Jahren an Universitäten im In- und Ausland literarisches und kreatives Schreiben, Storytelling und Stoffentwicklung. Nach Weiterbildungen in den USA ist sie über die Jahre eine gefragte Expertin geworden. Sie wendet mit ihrem Knowhow eine sensible und fördernde Methode zur Entwicklung von Geschichten von innen nach außen an. Als Autorin hat sie mehrere Romane bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht, für die sie Preise und Stipendien erhalten hat. Nach längeren Aufenthalten in Spanien und Arbeiten im Ausland, lebt sie mit ihrer Familie wieder in Berlin

Nils Mohl

Nils Mohl, geboren 1971, lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Hamburg. Für seinen Roman «Es war einmal Indianerland» wurde er u. a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Seine Bücher erscheinen im Rowohlt Verlag und wurden verfilmt. Die Drehbücher dazu hat Nils Mohl selbst verfasst. www.nilsmohl.de/

Kristina Langenbuch/Gesa Weiß

Kristina Langenbuch und Gesa Weiß sind Gründerinnen der Literaturagentur Langenbuch & Weiß.

 

Ulrike Schuldes

Ulrike Schuldes hat zwanzig Jahre lang als Lektorin für diverse Kinderbuchverlage gearbeitet, u.a. Sauerländer, Egmont Franz Schneider und Carlsen. Zuletzt war sie beim Ravensburger Buchverlag und bei cbj/Random House als Programmleiterin für die Bereiche Erstleser, Kinder- und Jugendbuch verantwortlich. Sie war Harry-Potter-Lektorin und hat Autoren wie David Almond, Philip Pullman, Zoran Drvenkar, Michael Peinkofer und Hilke Rosenboom betreut. Ulrike Schuldes arbeitet als freie Lektorin, Herausgeberin und Literaturagentin in Ravensburg.

Dr. Martin Brinkmann

Dr. Martin Brinkmann, geb. 1976, arbeitete als Lektor und Pressesprecher bei Sanssouci im Carl Hanser Verlag, München. Die Mitherausgeberschaft der Literaturzeitschrift "Krachkultur" (seit 1993) hat ihn als "Literaturmacher" bekannt gemacht. In der Anthologie "20 unter 30" (DVA 2002) versammelte er nahezu alle wichtigen Stimmen der U30-Generation von damals (u.a. Juli Zeh, Saša Stanišić und Jan Brandt). Er ist Gründer und Inhaber der Literaturagentur Brinkmann.

Julia Dösch

Julia Dösch wurde 1978 in Frankfurt am Main geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin im S. Fischer Verlag studierte sie Germanistik, Romanistik und Literaturtheorie zunächst in Köln und schließlich in Lissabon, wo sie acht Jahre lebte. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 2011, kehrte sie als Literaturagentin im Bereich Belletristik auch zurück in die deutsche Buchbranche. Ab 2015 unterstützte sie mit ihrer Berliner Agentur REELL Kommunikationsstrategien für Schriftsteller*innen in allen Fragen rund um ihren Auftritt in der Öffentlichkeit und arbeitete außerdem als freie Gutachterin und Übersetzerin aus dem Portugiesischen. Seit 2021 ist sie Literaturagentin für die Agentur Kossack.

Katrin Kroll

Katrin Kroll arbeitet seit zehn Jahren als Literaturagentin und vertritt sowohl Sachbuch- als auch Belletristikautoren in der renommierten Agentur Petra Eggers.

Volker Jarck

Volker Jarck lebt und arbeitet als Autor und freier Lektor an der Nordseeküste. Nach dem Komparatistik-Studium war er zunächst Lektor, später Programmleiter für Belletristik wie Sachbuch; machte sich 2019 selbstständig und veröffentlichte 2020 seinen ersten Roman »Sieben Richtige«. Wechselt bei Einbruch der Dunkelheit gerne vom Lesesessel auf die Fernsehcouch.

Oliver Uschmann

Oliver Uschmann schöpft aus der vollen Erfahrung. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Witt publizierte er bereits 27 Bücher in nahezu allen großen Publikumsverlagen, darunter die Erfolgsreihe "Hartmut und ich" im S. Fischer Verlag sowie Ratgeber, Satiren, Jugendbücher für alle Altersgruppen und Ghostwritings. Als Germanist, Moderator und ehemaliger Underground-Literat kennt er alle Ausprägungen und Milieus des Kulturbetriebs. Als Journalist und ehemaliger Chefredakteur des Magazins "Galore" ist ihm auch die Empfängerseite vertraut.

Beate Schäfer

Beate Schäfer, früher Jugendbuchlektorin bei dtv, arbeitet heute als literarische Übersetzerin, freie Lektorin und Schreibcoach und leitet Schreibwerkstätten für Laien und Profiautoren. An der Berliner Alice-Salomon-Hochschule hat sie eine Ausbildung zur Schreibpädagogin absolviert. In ihren Workshops stehen nicht Schreibrezepte, sondern intensiver Austausch und der Dialog im Mittelpunkt.

Thomas Podhostnik

Thomas Podhostnik wurde 1972 in Radolfzell am Bodensee als Sohn slowenischer Gastarbeiter geboren. Er machte eine Lehre zum Speditionskaufmann, lebte in Havanna und machte dort am Teatro Nacional de Cuba eine Ausbildung zum Regieassistenten. Er studierte Prosa und Dramatik am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und erhielt zahlreiche Stipendien, darunter ein Stipendium des Klagenfurter Literaturkurses, der Villa Decius in Krakau und der Sächsischen Kulturstiftung. Heute lebt er als freier Autor und Lektor in Leipzig.

Gudrun Hebel

Gudrun Hebel studierte Skandinavistik, Slawistik und Politologie. 1998 gründete sie die "agentur literatur". Parallel zur Autorenbetreuung ist sie Dozentin u.a. an der HU Berlin und Business School Berlin; zudem Jurorin und Mentorin bei den Bücherfrauen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit als Geschäftsführerin der Agentur liegt auf der Betreuung von deutschen und skandinavischen Autoren sowie auf der Koordination der Auslandslizenzen.

Teilnahmegebühr

Online-Ticket
  • Bequeme Teilnahme von Zuhause aus via Zoom
  • Zugang zu den Aufzeichnungen der Vorträge
  • Teilnahme an einem Online-Workshop
  • Teilnahme an einer Online-Pitching-Session
  • Online-Angebote wie Chat, Breakout-Rooms usw.
295 Euro
Menu