

Verschwiegen und verdrängt: Das Erbe der Kriegsenkel. Biografisches Schreiben
Worum es geht
»Wir hatten doch alles!« Du bist lange nach dem Krieg geboren und spürst dennoch eine Last, die du nicht benennen kannst? In deiner Familie gab es Themen, über die nie gesprochen wurde? Das Schweigen der Eltern und Großeltern über ihre unverarbeiteten Erfahrungen aus NS-Zeit, Bombennächten, Flucht, Hungersnöten und Nachkriegsjahren führte häufig zu emotionaler Kälte, Bindungsängsten und einer »Erb-Schuld« und »Erb-Angst« bei den Nachgeborenen. Die Traumata des Zweiten Weltkriegs und der Zeit danach wirken in unseren Körpern, Beziehungen und Lebensentwürfen weiter. Und gleichzeitig existiert in uns eine Sehnsucht nach Verstehen, Orientierung und Verortung.
Wir wollen die eigene Geschichte als Kraftquelle entdecken und aus dem biografischen Schreiben Erleichterung und Lebensenergie gewinnen.
Kursziel
Basierend auf Erkenntnissen der Traumaforschung und der Biografiearbeit schaffen wir einen geschützten Raum, um verschüttete Geschichten zu bergen, Schuldgefühle zu transformieren und das Schweigen zu brechen – für uns und kommende Generationen. So verwandeln wir das Unsagbare in tröstende Worte, jenseits von Schuldzuweisung oder Heroisierung.
Arbeitsweise/Voraussetzungen
Dieser Workshop richtet sich an alle Kriegsenkel, die das transgenerationale Erbe ihrer Familien ergründen und durch biografisches Schreiben in heilsame Narrative verwandeln möchten. Er ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Über den Schreibprozess sowie die entstandenen Texte tauschen wir uns in der Gruppe wertschätzend aus.
Veranstaltungsform
Online via Zoom
Daten und Zeiten
Abendkurs vom 26. März bis 21. Mai 2026
Donnerstags von 19 bis 21 Uhr
Pause am 14. Mai
Kursnummer: ON-2026-15
Anmeldeschluss: 26.03.26

Das könnte dich auch interessieren
Alle ansehenKeine Artikel gefunden.
Bitte versuchen Sie es mit anderen Suchkriterien.