»Nachts schreiben, um am Tag nicht verloren zu gehen«

Gedanken zu Literatur und Selbsterfahrung. Von Arne Rautenberg

Das Magazin der Textmanufaktur

Menschen und ihre Geschichten, Porträts, Rezensionen und Debatten rund ums Schreiben. Das Magazin für alle, die unsere Leidenschaft für das Schreiben teilen.

Presseschau

in Kooperation mit dem VOLLTEXT-Magazin

FAZ
In tödlicher Eintracht auf dem Meeresgrund
Hochgebildet und sinnlich, tieftraurig und zärtlich: Die Gedichte aus dem neuen Band »Portolan« von Daniela Danz führen uns den doppelten Wortsinn der Versenkung vor.

Die Welt
Einer der schwierigsten Romane der Weltliteratur – 85 Prozent gekürzt für Einsteiger
Der Roman »Ulysses« von James Joyce ist ein Mythos der modernen Literatur. Jetzt gibt es eine gekürzte Fassung. Angefertigt hat sie ein großer Joyce-Verehrer, der selbst einen legendären Roman geschrieben hat.

Fred reist in ihrer Erinnerung wie in der Welt – und sucht im Schreiben einen Ausweg aus familiären Abgründen
In Barbara Walders Roman »Unter der Haut ein Berg« kämpft die Ich-Erzählerin gegen die Vergangenheit und spricht mit ihrer verstorbenen Schwester.

Die Presse
So ist der Roman, der den Österreichischen Buchpreis gewonnen hat
In »Zeit der Mutigen«, seinem ersten Roman seit mehr als zehn Jahren, taucht Dimitré Dinev in die Geschichte einer verzweigten Familie ein und erzählt von uralten Flüssen, Widerstand in harten Zeiten und der Liebe. Die Jury des Österreichischen Buchpreises befand: »Ein humanistisches Monument von einem Buch.«

Süddeutsche Zeitung
Die gute Hirtin
Die französische Schriftstellerin George Sand war schon fast vergessen. Jetzt hat der Hanser-Verlag ihren Roman »Nanon« neu übersetzen lassen – und hebt sie endgültig in den Rang eines Klassikers.

Die Zeit
Warum schreibst du, Nelio Biedermann?
Im September erschien sein Roman »Lazar«, seitdem feiern ihn die Feuilletons. Wie der Autor in den Schreibrausch kam und warum ihn sein Germanistik-Studium demütig macht.

Die Welt
Warum junge Frauen in Südkorea so traurig sind
Woher wissen die jungen Frauen, dass das Reale nicht mehr verlässlich ist? Und warum sind sie so ungerührt von allem? In ihren Storys erzählt die Schriftstellerin Lee Yuri von unzuverlässigen Körpern und skurrilen Verwandlungen.

Die Welt
Warum ChatGPT gegen Nabokov keine Chance hat
Michael Maar ist der Sohn des Sams-Erfinders – und selbst einer der brillantesten Stilisten des Landes. In seinem Buch »Das violette Hündchen« zeigt er, warum Algorithmen Literatur so schnell nicht ersetzen werden. Ein Hausbesuch.

Die Presse
Italiens Starautor Andrea Bajani: »Der Kontaktabbruch zu den Eltern ist ein Tabu«
Andrea Bajani ist Preisträger des heurigen Premio Strega, des wichtigsten Literaturpreises Italiens. Ein Gespräch über dysfunktionale Familien, verstörte Leser und Schreiben in der Küche.

Der Standard
Krankheit als Odyssee: Hanif Kureishi und Maggie Nelson erzählen davon
Beide haben in ihren eben erschienenen Büchern »Als meine Welt zerbrach« und »Pathemata« autobiografische und doch verschiedene Zugänge gefunden. Lesenswert!

Die Welt
Ein Mann, zwei Esel, dreißigtausend Pointen
Der Franzose Fabcaro lebt abgeschieden im Süden, spielt Gitarre, füttert seine Tiere – und schreibt den besten »Asterix« seit Goscinny. Ein Besuch bei einem Melancholiker, der lacht, um die Angst vor dem Tod zu vergessen.

Süddeutsche Zeitung
»Es gibt leider viele Vorurteile über die deutsche Sprache«
Was ist eigentlich schönes Deutsch? Ein Gespräch mit dem Sprachforscher Roland Kaehlbrandt über Weltschmerz, die Texte von Herbert Grönemeyer – und „Das crazy“, das Jugendwort des Jahres.

Die Welt
»Ich begann, öffentliche Angelegenheiten extrem persönlich zu nehmen«
Mit ihrem Bestseller „Der Gott der kleinen Dinge“ wurde Arundhati Roy berühmt. Nun erzählt die indische Schriftstellerin von ihrer Mutter. Mary Roy war eine berühmte Bildungspionierin, doch privat leider ein Drache. Wie sie darunter litt.

Die Zeit
»Ich bin abends schlafen gegangen und habe tausend Geräusche gehört«
Für ihren Roman "Die Holländerinnen" reiste Dorothee Elmiger in den Urwald. Wir haben mit der Buchpreisgewinnerin auf der Buchmesse gesprochen. Sehen Sie hier das Video.

FAZ
Im Buchladen muss einfach immer alles gut werden
Weshalb liegen derzeit so viele Romane aus, in denen es um Buchhandlungen geht? Was vielerorts vom Verschwinden bedroht ist, wird in der Unterhaltungsliteratur gnadenlos verklärt. Hollywood hat es vorgemacht.

Frankfurter Rundschau
Caroline Wahl im Schauspiel – Dann lächelt er
Die Bestseller-Autorin spricht in Frankfurt über die Herausforderungen der Verlagswelt und die Erwartungen an junge Frauen.

Die Zeit
Ein Weltenerschaffer lächelt
Der Ungar László Krasznahorkai, Apokalyptiker und Meister des Bewusstseinsstroms, bekommt den Literaturnobelpreis. Eine Gratulation 

Süddeutsche Zeitung
Derzeit nicht verfügbar
Ausgerechnet zum Start der Messe in Frankfurt sind erfolgreiche Bücher wie das der Buchpreis-Gewinnerin kurzzeitig nicht lieferbar: Die Druckereien sind zu schlecht besetzt. Wie Verlage mit der Situation umgehen und was das für die Leser bedeutet.

NZZ
»Dieser Roman ist ein Ereignis«: Dorothee Elmiger gewinnt den Deutschen Buchpreis
Drei Jahre nach dem Sieg von Kim de l’Horizons »Blutbuch« geht einer der wichtigsten Literaturpreise der deutschsprachigen Welt erneut in die Schweiz. Abermals zeichnet die Jury auch den Mut einer Autorin aus, gegen den Trend zu schreiben.

Süddeutsche Zeitung
Die Bücher des Herbstes
Wenn die Tage kürzer werden, hat die Literatur Hochsaison. Zehn Bücher, die in diesem Herbst das Herz warm und den Kopf kühl halten.

Süddeutsche Zeitung
Lieber Katzen als einen Mann
Zur Frankfurter Buchmesse in der kommenden Woche reisen auch Autoren des Gastlandes Philippinen an: darunter Jessica Zafra, die so etwas wie die Carrie Bradshaw ihres Weltteils war. Vorab ein Treffen in einem Buchladen in Manila.

Die Zeit
Ab in die Vernunftehe
Der Herbst ist da und mit ihm einige Kuschelromane über tapfere Frauen. Warum ist der Historienroman so populär?

Süddeutsche Zeitung
Verdammt viel los gerade
Im Juli heiratete die Lyrikerin Nora Gomringer. Im August starb ihr Vater. Im September erschien ihr Prosadebüt, das von der Trauer um ihre Mutter erzählt, die 2020 starb. Ein Treffen mit einer furchtlosen Frau, die sogar dem Tod mit Humor begegnen kann.

Tagesspiegel
Zwischen Odessa, Rom und Bulgariens Ballermann
Die Kunst des Erzählens – und des Weglassens: Katerina Poladjan verdichtet in ihrem großartigen neuen Roman auf knappstem Raum ein ganzes Jahrhundert europäischer Geschichte.

FAZ
Die Körper, die Texte und das Glück
»Hundesohn« heißt das wunderbare Debüt des Berliner Lyrikers Ozan Zakariya Keskinkılıç: Ein Liebesroman von einem muslimischen Mann, der andere Männer begehrt und nach seinem Platz zwischen den Welten sucht.

NZZ
»Es wird zu einer Spaltung in Europa kommen – entlang der Haltung der Staaten zum Ukraine-Krieg«, warnt Karl Schlögel
Der deutsche Historiker gehört zu den besten Kennern Osteuropas und warnte als einer der Ersten vor Putins aggressiver Expansionspolitik. Dieses Jahr erhält er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Frankfurter Rundschau
Die Welt im Jahr 2119
»Was wir wissen können«: Ian McEwans großer neuer Roman greift weit aus und endet als Liebesroman.

Die Zeit
»Albert albert auch gerne«
Warum die Notizen Johanna Fantovas lange vergessen waren und wieso sie verblüffend aktuell klingen: ein Gespräch mit dem Autor Peter von Becker

Der Standard
»Mein Bruder war heterosexuell, das zerstörte ihn«
Als junger Homosexueller wurde Édouard Louis aus seiner Herkunftsfamilie ausgestoßen. Sein Bruder hingegen war ein "echter Mann", sein Leben lang homophob und rechter Wähler.

NZZ
»Das war ja alles ein Versehen«, sagt Ingrid Noll über ihre Karriere als Deutschlands erfolgreichste Krimiautorin
Sie wuchs in China auf, lebte in Deutschland ein traditionelles Hausfrauenleben und erfüllte sich mit 56 Jahren einen Traum: einmal ein eigenes Buch schreiben. Nun wird die »Krimikönigin« 90 Jahre alt – und liefert noch immer Bestseller.

VOLLTEXT
Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht fest
Diese sechs Romane sind noch im Rennen

NZZ
Zwei Buchpreise auf einen Streich – Dorothee Elmiger könnte gelingen, was 2022 Kim de l’Horizon mit »Blutbuch« geschafft hat
Die Schweizer Autorin steht mit ihrem dokumentarischen Roman «Die Holländerinnen» auf der Shortlist für den Schweizer und den Deutschen Buchpreis.

FAZ
Der globale Abenteurer ist lebendiger denn je
Sein Markenkern wird stärker, je länger sein Tod zurückliegt: Über die allgemeine Unsterblichkeit von Ernest Hemingway.

Die Hotlist der Independents steht fest
Die besten Bücher aus unabhängigen Verlagen

FAZ
Wie eine Buchhandlung 300 Jahre überlebt
Das Berliner Geschäft »Schropp – Land & Karten« gibt es seit fast 300 Jahren. Aber jetzt ziehen jüngste Entwicklungen der Besitzerin den Boden unter den Füßen fort.

Die Welt
»Bis wieder die totale Lähmung eintritt«
Thomas Melle ist Schriftsteller und leidet an einer bipolaren Störung. 2016 ging er damit an die Öffentlichkeit. Sein neuer Roman erzählt von Therapieversuchen – und was passiert, wenn das Schreiben gegen die Depression nicht hilft.

Der Standard
Margaret Atwoods Protest gegen Regeln zu »unangemessenen« Büchern in Schulen
Die politisch wache Autorin verfasste auf Twitter einen satirischen Post. Die Entfernung ihres »Report der Magd« könnte aber an sich schon Protest gewesen sein.

Menschen und Schreiben

Über das eigene Leben schreiben

Autofiktionales Schreiben hat Konsequenzen für das eigene Leben. Etwas zerbricht, wird neu angeordnet. Die Schriftstellerin Julia Schoch betrachtet in ihrem Essay den Scherbenhaufen, der beim Schreiben entsteht. Und sie ergründet, welche Rolle das autofiktionale Ich für sie als Schriftstellerin spielt.

Zum Essay – nur für Mitglieder

Der Eskapismus des Publikums trifft auf den Eskapismus des Betriebs

Stefan Gmünder im Gespräch mit Peter Truschner über den Literaturbetrieb und seinen im Selbstverlag erschienenen neuen Roman »Wie ein Messer«.

Zum Interview – nur für Mitglieder

Da gibt es Spuren, die ich auflesen kann

Die Autorinnen Lene Albrecht und Laura Lichtblau haben über verschüttete Familiengeschichten geschrieben und geben dazu einen Kurs bei der Textmanufaktur. Wie persönliche Schicksale Weltgeschichte erzählen, darüber sprechen sie hier.

Mehr erfahren
»Diese Art von Literatur habe ich immer am liebsten geschrieben und gelesen: Eine, die sich in viele verschiedene Körper, viele verschiedene Leben einschleicht.«
Zadie Smith

»Lob des Handwerks«


Laurenz Bolligers Beitrag zur
Lektoratskolumne »Unverlangt eingesandt«

»Bildersprache / Sprachbilder« Impulsvortrag von Regina Kehn

Als schreibende Zeichnerin beleuchtet Regina Kehn das Verhältnis von Bild und Text: Wie beeinflussen, verstärken oder widersprechen sich Bild und Text? Welche Wirkungen entstehen für Lesende und Betrachtende? Sich darüber bewusst zu werden, ist für Autorinnen und Autoren relevant – vor allem, wenn ihre Texte im engen Verhältnis zum Bild stehen. Die vollständige Aufzeichnung findest du im Mitgliederbereich.


»Wenn es eine Regel für das Schreiben gibt, dann die, dass es keine Regeln gibt. Immer wenn mir jemand von einer Regel erzählt, nehme ich mir sofort vor, sie zu brechen.«
Elizabeth George

Bücher rund ums Schreiben

Tipps zum Handwerk des Schreibens, Einblicke in die Arbeitszimmer bekannter Autoren oder in ihre Poetik:
Hier stellen wir euch Bücher rund ums Schreiben vor. 

Tipps und Regeln für das Selbstlektorat

Das Manuskript ist geschrieben; was fehlt, ist der Feinschliff. Wie man mehr aus Texten herausholen kann, wissen gute Lektoren. Und alle Leser dieses Buches. Hans Peter Roentgen teilt seinen Fundus an Wissen und unterstützt damit Autoren beim Überarbeiten ihrer Texte.

Zur Rezension

Lernen von Tschechow, Tolstoi und Gogol

In Kurzgeschichten zählt jedes Wort. George Saunders analysiert klassische russische Erzählungen von Tschechow, Turgenjew, Tolstoi und Gogol. Seite für Seite bespricht er die Werke ausführlich und zeigt, was wir daraus über das Schreiben guter Geschichten lernen können.

Zur Rezension

So gelingen glaubwürdige Dialoge 

Das Innere einer Geschichte – Komplexität, vielschichtige Charaktere und Ironie – entfaltet sich erst durch Figurenrede. In diesem Buch geht Robert McKee sämtlichen Aspekten rund ums Schreiben von Dialogen auf den Grund – egal, ob für Theater, Leinwand oder Prosa.

Zur Rezension

Medienübergreifende Erzählstrategien

Gelungene Stories existieren in sehr unterschiedlichen Formaten: Allein die Superhelden-Comics von Marvel bilden die Grundlage für Serien, Filme und Computerspiele. Und umgekehrt entstehen auf der Basis von Games Filme und sogar Romane. Literaturverfilmungen sind gang und gäbe. Offensichtlich funktionieren Erzählstrategien unabhängig vom Medium.

Zur Rezension

Gabriele Lindemann: »Niemannsland«


»Niemannsland« erzählt die Geschichte einer Frau, die der Erkenntnis nicht mehr ausweichen kann, dass sie alt geworden ist, die sich fragt, wie viel sie noch leben und wie viel sie schon sterben möchte. 

Gabriele Lindemann wurde 1947 geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend zusammen mit ihren drei Geschwistern in einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Sie studierte in Hannover und Göttingen Psychologie und Pädagogik und ist seit 1985 als selbstständige Psychotherapeutin tätig. 2017 begann sie mit dem Schreiben.

Erfolgsgeschichten

Aus unsere Kursen und Studiengängen haben viele Autorinnen und Autoren ihren Weg in den Literaturmarkt gefunden.
Entdecke mit uns die Erfolgsgeschichten der Textmanufaktur.

Sabine Gelsing

In ihrem über drei Generationen gespannten Familienroman erzählt die Herausgeberin des Literaturmagazins »introspektiv« und Mitgründerin der Literaturplattform »Prosa:ist:innen« emotional wie sprachlich eindringlich aus Sicht zweier früh getrennter Geschwister. 

Zu den Erfolgsgeschichten

Jan-Mikael Teuner 

Kunibert Eder ist einer der schrägsten Detektive der deutschen Krimi-Komödie. In seinem ersten Fall »Der Bomber« ermittelt er im Kreisliga-Fußball-Milieu. Der zweite führt den Provinz-Schnüffler, dessen Schnurrbart bei Verdacht kitzelt, nach Kanada. Teuner hat mit seiner Reihe beim Adakia Verlag ein wertschätzendes Zuhause gefunden.  

Claudius Crönert 

Sogar Vollprofis, die schon lange im Geschäft sind, nehmen zur Auffrischung des Handwerks oder für neue Erkenntnisse durch frische Perspektiven der Dozenten an Seminaren der Textmanufaktur teil. So auch Claudius Crönert, dessen hier erwähnter historischer Roman Politik, Familie und Liebe im frühmittelalterlichen Frankenreich lebendig werden lässt.

Beate Hummel 

Zwei Jahre nach der Teilnahme der Autorin an einem Live-Workshop erschien dieser Roman über eine Freundschaft dreier Freundinnen, die seit der Jugend in der 68er-Zeit von einem Leben in echter Freiheit träumen - und es drei Jahrzehnte später in Grönland endlich umsetzen wollen. 

»Du bist die Autorin, entscheide.«
Terézia Mora

Die narrativa 9 in Berlin (17. - 18.05.2025)

Beim Empfang am Samstagmorgen
Die Agentin Nina Wegscheider bei ihrem Vortrag
Matthias Jügler in seinem Workshop
Arbeit in den Workshops
Beim Pausengespräch

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