Deine Geschichte erzählen

Fernstudium Autobiografisches Schreiben

Jeder Mensch trägt eine Geschichte in sich, die es wert ist, erzählt zu werden. Doch wie werden Erinnerungen, Wendepunkte und stille Momente zu einem Text, der andere berührt? Das Fernstudium Autobiografisches Schreiben begleitet dich auf diesem Weg – von den ersten Erinnerungsfragmenten bis zum fertigen Manuskript. In sechs Studienheften entdeckst du die Kunst der Lebenserzählung: die Tradition von Augustinus bis Annie Ernaux, kraftvolle Erzähltechniken, die Arbeit mit Familiengeschichten und prägenden Erfahrungen, kreative Methoden wie Freewriting und Clustering – und schließlich alles rund um Veröffentlichung und Recht. Ob Memoir, Autofiktion oder digitale Selbstdokumentation: Hier findest du die Werkzeuge, um deine Lebensgeschichte in eine Form zu bringen.



Gesina Stärz hat bei Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer eine Ausbildung zur Systemischen Beraterin absolviert und gibt ihr Wissen im Fernstudium Autobiografisches Schreiben weiter.



Was du im Fernstudium Autobiografisches Schreiben lernst

Das erste Skript legt das Fundament: Es zeichnet die Geschichte der Autobiografie von Augustinus über Rousseau und Goethe bis zu zeitgenössischen Autor:innen wie Annie Ernaux und Knausgård nach. Zentrale Gattungen – Autobiografie, Memoiren, Tagebuch, Brief und Autofiction – werden definiert und abgegrenzt. Ein Schlüsselkonzept ist der autobiografische Pakt (Lejeune): die Vereinbarung, dass Autor, Erzähler und Protagonist identisch sind. Das Spannungsfeld zwischen Wahrheit und Fiktion bestimmt die Arbeit. Abschließend wird Erinnerung als aktiver Konstruktionsprozess vorgestellt – autobiografisches Schreiben ist immer auch Identitätsarbeit.

Schlüsselthemen: Autobiografie, Memoir, Autofiktion, autobiografischer Pakt, narrative Identität, Erinnerungsarbeit

Das zweite Skript vermittelt das erzählerische Handwerk: Perspektive (Ich-, Du-, Er/Sie-Form), Erzählstimme und der produktive Wechsel zwischen erzählendem und erlebendem Ich. Behandelt werden Zeitgestaltung (Chronologie, Tempo, Zeitformen), narrative Distanz sowie Strukturmodelle (chronologisch, thematisch, assoziativ, Montage). Besonders zentral ist die Balance zwischen szenischem Erzählen – mit Dialog, Sinnesdetails und konkreten Momenten – und summarischem Raffen größerer Zeiträume. Auch die Darstellung realer Personen als literarische Figuren und die Rekonstruktion von Dialogen werden praxisnah behandelt.

Schlüsselthemen: Erzählperspektive, narrative Struktur, Zeitgestaltung, szenisches Erzählen, Dialog, Figurengestaltung, narrative Distanz

Skript drei vertieft die thematischen Dimensionen: Familiengeschichte und Generationenerzählung, das Schreiben über traumatische Erfahrungen sowie therapeutische Aspekte des autobiografischen Schreibens (u. a. nach Pennebaker). Methoden der biografischen Recherche – Interviews, Archivarbeit, Fotografien – werden praxisnah vorgestellt. Das Kapitel zum kulturellen Gedächtnis (Jan Assmann) und zur Oral History erweitert den Blick auf die Frage, wie sich individuelle Erinnerungen zu kollektiven Narrativen verhalten und wie Zeitgeschichte in persönlichen Erzählungen sichtbar wird.

Schlüsselthemen: Familiengeschichte, Trauma-Schreiben, therapeutisches Schreiben, kulturelles Gedächtnis, Oral History, biografische Recherche

Das praxisorientierteste Heft bietet konkrete Schreibübungen und Prompts, die über Sinneswahrnehmungen, Kindheitsorte und Wendepunkte Erinnerungen aktivieren. Kreativtechniken wie Freewriting, Clustering und Mindmapping werden ebenso vorgestellt wie die Arbeit mit Fotografien als Erinnerungsauslöser. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Überarbeitungsphase: Kürzen, Verdichten, Umstrukturieren und die Arbeit mit Feedback in Schreibgruppen. Schließlich zeigt das Skript, wie aus einzelnen Textfragmenten ein zusammenhängender autobiografischer Text entsteht.

Schlüsselthemen: Schreibübungen, Freewriting, Clustering, Überarbeitung, Schreibblockade, Schreibgruppe, sensorisches Schreiben

Skript fünf erweitert den Blick auf innovative Formen: Ego-Dokumente (Briefe, Einkaufszettel, Notizen) als unbeabsichtigte Lebenszeugnisse, das autobiografische Gespräch am Beispiel der sokratischen Fragetechnik (Moravia/Elkann), Kindheitswelten als Erinnerungsreservoir und der autobiografische Essay. Ein zukunftsweisendes Kapitel behandelt die digitale Autobiografie – etwa Nicholas Feltons Daten-Selbstporträts, die ein ganzes Leben in Statistiken und Grafiken fassen. Das Skript fragt, was Metadaten über ein Leben erzählen können.

Schlüsselthemen: Ego-Dokumente, autobiografisches Gespräch, Kindheitserinnerungen, autobiografischer Essay, digitale Autobiografie, Nicholas Felton

Das Abschlussheft behandelt den Weg vom Manuskript zur Veröffentlichung: Exposé-Erstellung, Verlagsansprache, Selfpublishing (KDP, BoD, Tolino) und hybride Modelle. Besonders wichtig sind die rechtlichen Rahmenbedingungen – Persönlichkeitsrecht, Recht am eigenen Bild, Erkennbarkeit realer Personen und Strategien zur Risikominimierung (Anonymisierung, Fiktionalisierung). Ein Überblick über den Buchmarkt für autobiografische Literatur sowie ein Ausblick auf Schreibwerkstätten und Literaturwettbewerbe runden das Studium ab.

Schlüsselthemen: Veröffentlichung, Selfpublishing, Persönlichkeitsrecht, Manuskript, Buchmarkt, Exposé, Urheberrecht



Maximale Flexibilität – dein Studium, dein Tempo

Unser Fernstudium passt sich deinem Leben an, nicht umgekehrt. Du entscheidest, wann und wie intensiv du arbeitest:

Jederzeit starten und kündigen: Du kannst das Fernstudium jeden Monat beginnen – und mit einer Frist von nur einer Woche zum Monatsende wieder kündigen. Keine langen Vertragsbindungen.

Monatlich oder zweimonatlich: Du wählst deinen Rhythmus. Ist dir ein Skript pro Monat zu viel, wechselst du einfach auf den Zweimonatsrhythmus – und jederzeit wieder zurück.

Pausieren jederzeit möglich: Wenn es privat oder beruflich eng wird, pausierst du dein Studium und steigst danach nahtlos wieder ein.

Lektoratskontingente flexibel nutzen: Schaffst du einen Monat keinen Text, reichst du im nächsten einfach mehr ein. Deine Kontingente bleiben sogar noch sechs Monate nach Beendigung des Studiums gültig.

Eigener Kunden-Bereich: Alle Anpassungen – Rhythmuswechsel, Pausen, Skriptreihenfolge – nimmst du bequem in deinem persönlichen Login-Bereich vor.




Was kostet das Fernstudium Autobiografisches Schreiben?

Alle unsere Studiengänge kosten 195 Euro pro Monat. Wählst du den Zweimonatsrhythmus, zahlst du 97,50 Euro pro Monat.

Mit einer Community-Mitgliedschaft (11,90 Euro) sinkt der monatliche Preis auf 165 Euro bzw. 82,50 Euro.

Besonders wichtig: Du kannst unser Fernstudium jederzeit mit einer Frist von nur einer Woche zum Monatsende kündigen – bei vielen anderen Anbietern beträgt die Kündigungsfrist sechs Monate, bei uns nicht.

Viele weitere Antworten auf deine Fragen findest du in unseren FAQs.

Wenn du alles ausgefüllt hast, gelangst du zu unserem Fernunterrichtsvertrag. Du kannst in Ruhe alles prüfen und dein Studium und den Rhythmus auswählen. Sende uns den Vertrag unterschrieben per Mail oder Post zurück, dann kann es losgehen.


Unsere Lektorinnen und Lektoren freuen sich auf deine Texte.



Ein besonderes Dankeschön an Gesina Stärz, meine Lektorin, die mich durch alle Phasen der Manuskriptarbeit begleitet hat. Ihre einfühlsame Art und ihr wertschätzendes, kritisches Feedback haben mich nach und nach an eine Veröffentlichung herangeführt. (Doris Beck)